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Kleinbildäquivalent

Die Objektive einer Kamera werden in die Bereiche Weitwinkel- oder Teleobjektive eingeteilt. Zwischen diesen beiden Bereichen steht die sog. Normalbrennweite. Ein Normalobjektiv hat eine Brennweite, die so groß ist wie die Diagonale des Films oder des Sensors. Bei einer analogen Kleinbildkamera zum Beispiel ist das Filmformat 24 mal 36 Millimeter. Die Diagonale dieses Rechtecks hat eine Länge von etwa 45 Millimetern (mm). Ein Objektiv mit dieser Brennweite 45 mm ist damit das Normalobjektiv einer Kleinbildkamera. Objektive mit kürzerer Brennweite nennt man dann Weitwinkelobjektive, Objektive mit längerer Brennweite Teleobjektive.

 

Bei Digitalkameras kann das Format des Sensors verschiede Maße besitzen. Damit ändert sich aber auch die sog. Normalbrennweite und die Brennweiten der Weitwinkel und Tellobjektive. Um die Brennweitenbereiche von Kameras mit unterschiedlicher Sensorgröße dennoch vergleichen zu können, gibt man nicht die tatsächlichen Brennweiten sondern deren sog. Kleinbildäquivalente an.

 

Beispiel:

 

Eine Digitalkamera mit der Sensorgröße 15,8 mm mal 23,6 mm hat eine Normalbrennweite von etwa 29 mm. Ein Objektiv mit einer tatsächlichen Brennweite von 18 mm hat dann das Kleinbildäquivalent x. Es gilt dann:

 

x : 45 = 18 : 29

 

Kleinbildäquivalent : x

Normalbrennweite beim Kleinbild : 45

Tatsächliche Brennweite : 18

Normalbrennweite der beschriebenen Kamera : 29

 

Für die Variable x ergibt sich der Wert 28. Das Objektiv mit der absoluten Brennweite 18 mm besitzt als sog. Kleinbildäquivalent die Brennweite 28 mm. Diese Angabe wird in Prospekten , technischen Daten usw. angegeben.

 

Peter Kurze